{"id":12406,"date":"2023-05-03T09:04:28","date_gmt":"2023-05-03T08:04:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/event\/bericht-des-kriegsberichterstatters-dr-max-osborn\/"},"modified":"2025-06-30T11:51:04","modified_gmt":"2025-06-30T10:51:04","slug":"bericht-des-kriegsberichterstatters-dr-max-osborn","status":"publish","type":"event","link":"https:\/\/dev.meettheredbaron.com\/de\/event\/bericht-des-kriegsberichterstatters-dr-max-osborn\/","title":{"rendered":"Bericht des Kriegsberichterstatters Dr. Max Osborn"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8222;Wie Richthofen fiel. Dr. Max Osborn in der \u201eB. Z.Am Mittag\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Bericht des Kriegsberichterstatters Dr. Max Osborn<\/p>\n\n\n\n<p>(Aus der \u201eB. Z. am Mittag vom 27. April 1918)<\/p>\n\n\n\n<p>An der Somme, 24. April 1918<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zufall f\u00fchrte mich heute im Schlachtgel\u00e4nde \u00f6stlich von Amiens an die Stelle, wo drei Tage vorher Rittmeister Manfred von Richthofen aus Ruhm und Leben hinabgerissen wurde und aus dem Kreis seiner engsten Kameraden. Die Front steht hier in harten K\u00e4mpfen, und selbst der Tod eines der volkst\u00fcmlichsten Helden, die der Krieg uns geschenkt hat, darf in dem gro\u00dfen R\u00e4derwerk keinen Augenblick des Stillstandes bringen, aber das Verschwinden dieser gl\u00e4nzenden Erscheinung, der Hingang dieses gefeierten, ritterlichen, liebenswerten Mannes wird in aller<br>Anspannung des schweren Ringens von jedermann tief betrauert. Nach dem, was ich h\u00f6re, was mir namentlich die Teilnehmer an Richthofens letztem Kriegsflug z\u00e4hlten, hat sich der Vorgang, der zur Stunde in seinem tragischen Ende noch nicht v\u00f6llig gekl\u00e4rt ist, folgenderma\u00dfen&nbsp; abgespielt:<\/p>\n\n\n\n<p>Am Sonntag, dem 21. April, mittags nach einhalb zw\u00f6lf, flog der Rittmeister mit vier Herren seines Geschwaders, darunter seinem Vetter, der erst seit ganz kurzer Zeit der ber\u00fchmten Staffel 11 angeh\u00f6rte und mehr zur \u00dcbung mitflog, von Osten her dem Luftraum \u00fcber der vordersten&nbsp; deutschen Linie zu. Sie sahen sich in der verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringen H\u00f6he von eintausendf\u00fcnfhundert Meter, denn es war dunstig, alsbald sieben englischen Camel-Apparaten gegen\u00fcber, w\u00e4hrend sieben weitere feindliche Maschinen in erheblich gr\u00f6\u00dferer H\u00f6he sichtbar wurden. Mit&nbsp; den ersten sieben gerieten die deutschen Jagdflieger sofort in heftige Luftk\u00e4mpfe. Oberleutnant K. und Leutnant W. griffen mehrere Engl\u00e4nder an. Pl\u00f6tzlich sahen sie von der Seite her den roten Dreidecker Richthofens heransausen, der sich in m\u00e4chtigem Angriff auf diese Gegner st\u00fcrzte. In seiner bekannten unwiderstehlichen Art fa\u00dfte der Rittmeister einen Camel, der sofort in der Garbe feines Maschinengewehrs zu liegen schien und fast senkrecht abst\u00fcrzte. Der starke Ostwind, der am Sonntag mittag wehte, hatte die ganze k\u00e4mpfende Truppe von der Stellungslinie westw\u00e4rts und \u00fcber feindliches Gebiet getrieben, erst in die N\u00e4he von Hamelet, dann \u00fcber die sumpfige Sommewindung bei Corbie. Die j\u00fcngeren Deutschen sahen, wie der Engl\u00e4nder dort noch einmal sich zusammenri\u00df, und wie Richthofen ihn abermals bedr\u00e4ngte. Nun griff Leutnant W. einen neuen Gegner an. Es gelang ihm dabei, den Feind zu erledigen, der s\u00fcdlich Hamelet abst\u00fcrzte; es war das neunte Flugzeug, das er abgeschossen hat. Sofort sah er sich nach dem Rittmeister um, der als F\u00fchrer der Gruppe flog, und konnte noch bemerken, da\u00df der rote Dreidecker seinem Gegner noch weiter nach Westen gefolgt war. Das fiel ihm auf. Doch konnte er den Verlauf nicht l\u00e4nger beobachten, da er noch einmal zu neuem Angriff ansetzte. Auch die anderen waren mit den englischen Flugzeugen besch\u00e4ftigt, die sich ihnen noch stellten. Als sie sich eine Weile mit ihnen herumgeschossen hatten, l\u00f6ste sich der Kampf, und die Deutschen flogen, da sie den F\u00fchrer nicht mehr fanden, allein ihrem Flughafen zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier trafen sie ohne Richthofen ein. Schon besorgt um sein Schicksal, doch immer noch in der Hoffnung, der Vielerfahrene werde ihnen nachfolgen. Doch sie warteten vergeblich. Inzwischen hatten Beobachter auf den H\u00f6hen bei Hamel deutlich verfolgen k\u00f6nnen, da\u00df der Engl\u00e4nder, den Richthofen gepackt hatte, v\u00f6llig erledigt zu Boden gest\u00fcrzt war, nachdem der Deutsche ihn zweihundert Meter tief gedr\u00fcckt hatte. Dann sahen sie, wie Richthofen selbst seinen Apparat hob, wohl um abzudrehen und gleichfalls nach Hause zu fliegen, wie er aber dann pl\u00f6tzlich im<br>Sturzflug gleitend nach unten ging. Trotzdem gelang es dem roten Dreidecker, wie die Beobachter genau feststellen konnten, glatt zu landen. Das geschah auf der H\u00f6he gleich nordwestlich Corbie, schon jenseits der Anere, die hier in die Somme m\u00fcndet. Die Kameraden mu\u00dften da. nach annehmen, da\u00df Richthofen am Leben geblieben und gefangengenommen worden sei. Erst das Reutertelegramm zeigte ihnen die traurige Wahrheit. Wie der Zusammenhang zu deuten ist, schien ihnen noch nicht aufgekl\u00e4rt. Es ist m\u00f6glich, da\u00df der Motor Richthofens bei der&nbsp; Jagd und Verfolgung des Gegners allzu stark beansprucht worden ist, so da\u00df er aussetzte und den Flieger zur Notlandung zwang und da\u00df ihn dann beim Gleitflug in gerader Richtung ein Maschinengewehrschu\u00df von der Erde her t\u00f6dlich traf der vielleicht aus ganz geringer Entfernung abgegeben war. Es ist auch m\u00f6glich, da\u00df der Rittmeister, bei dem geschilderten Versuch abzudrehen und heimzufliegen, von unten her getroffen wurde. In beiden F\u00e4llen mu\u00df der dem Tode Geweihte mit \u00e4u\u00dferster Energie seinen Apparat so gesteuert haben, da\u00df er doch noch zur glatten Landung kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies jedenfalls steht fest: Im eigentlichen Luftkampf ist der Meister nicht \u00fcberwunden worden. Weder hinter ihm noch \u00fcber ihm war in der entscheidenden Zeitspanne ein feindliches Flugzeug zu sehen. Die letzten Siegestaten Der Engl\u00e4nder, den Richthofen unmittelbar vor seinem Tode abscho\u00df, war der einundachtzigste Gegner, den er besiegte. Das will bedeuten, der einundachtzigste, der nach den bei uns geltenden strengen Regeln gez\u00e4hlt wurde. Die Offiziere seines Geschwaders sind der Ansicht, da\u00df die Zahl erheblich wachsen w\u00fcrde, k\u00f6nnte man auch die gewi\u00df nicht kleine Reihe derer hinzurechnen, die, von Richthofen vernichtend geschlagen, zu weit hinter der feindlichen Linie zusammenbrachen, als da\u00df man ihren Fall bei uns h\u00e4tte einwandfrei feststellen k\u00f6nnen. Ferner erz\u00e4hlten sie, da\u00df Richthofen, wenn zugleich mit ihm andere auf ein feindliches Flugzeug geschossen hatten, das abst\u00fcrzte, pers\u00f6nlich jedesmal zugunsten des Mitbewerbers zur\u00fcckgetreten sei, eine Gepflogenheit, die sie als einen sch\u00f6nen Beweis einer selbstlosen und hochherzigen Kameradschaftlichkeit r\u00fchmten. Den neunundsiebzigsten<br>und achtzigsten Gegner hatte Richthofen am Abend vorher, am 20. April um sieben Uhr zwischen Warfus\u00e9e-Abancourt und Villers-Bretonneux abgeschossen, beide im selben Luftkampf unmittelbar hintereinander, innerhalb von zwei Minuten. Er hatte schon vorher angek\u00fcndigt, er hoffe durch einen solchen Doppelsieg zu Nummer achtzig zu gelangen und freute sich au\u00dferordentlich, da\u00df ihm das in der Tat gegl\u00fcckt war. Beim R\u00fcckweg nach diesem Doppelsieg am 20. hatte er dann noch, niedrig fliegend, auf der Stra\u00dfe marschierende Kolonnen begr\u00fc\u00dft. Das rote Flugzeug war allen K\u00e4mpfern auf der Erde um so besser bekannt, als gerade Richthofen sich besonders eifrig bem\u00fchte, die feindlichen Flieger anzugreifen, die unsere Truppen bedr\u00e4ngten, und darum bei unseren Infanteristen allgemeine Verehrung geno\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute, am 24. April, wollte Rittmeister von Richthofen auf Erlaub fahren. Er wollte zusammen mit Leutnant W. nach Freiburg fliegen, von dort auf einige Tage in den Schwarzwald zur Auerhahnbalz und dann einen dienstlichen Auftrag in der Heimat erledigen. Die beiden Flieger hatten<br>sich schon den Weg ausgearbeitet, den sie nehmen wollten. Bei schlechtem Wetter sollte die Reise auf der Eisenbahn vor sich gehen. Die Fahrscheine dazu lagen f\u00fcr alle F\u00e4lle schon bereit. Nun mu\u00dfte einer der Kameraden Richthofens nach Kortryk fliegen, um dem Vater des&nbsp; Gefallenen die traurige Nachricht zu bringen. Die Freunde, Untergebenen und Sch\u00fcler hatten den Helden f\u00fcr gefeit gehalten; sie glaubten fest, es k\u00f6nne ihm kein Unheil begegnen. Wir anderen haben wohl eher daran gedacht, da\u00df der Unerm\u00fcdliche doch einmal auf dem Schlachtfelde fallen k\u00f6nnte. Die Liebe und Verehrung, die ihn trug, gilt nun der stolzen Erinnerung an einen K\u00e4mpfer, der fiel, nachdem er f\u00fcr sein Vaterland Un\u00fcbertreffliches geleistet, dessen Name fast schon vom Schimmer des M\u00e4rchens umgeben war und der, wie die Lieblingshelden der alten Sage, in bl\u00fchender Jugend vom neidischen Geschickt zu den Schatten hinabgesto\u00dfen wurde.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","event-type":[250],"source-language":[260],"source-id-tax":[305],"class_list":["post-12406","event","type-event","status-publish","hentry","event-type-press-de","source-language-deutsch-de","source-id-tax-ein-heldenleben-1920-de","entry","no-media"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v25.8 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Bericht des Kriegsberichterstatters Dr. Max Osborn - Meet The Red Baron<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Bericht des Kriegsberichterstatters Dr. Max Osborn. 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Sofort sah er sich nach dem Rittmeister um, der als F\u00fchrer der Gruppe flog, und konnte noch bemerken, da\u00df der rote Dreidecker seinem Gegner noch weiter nach Westen gefolgt war. Das fiel ihm auf. Doch konnte er den Verlauf nicht l\u00e4nger beobachten, da er noch einmal zu neuem Angriff ansetzte. Auch die anderen waren mit den englischen Flugzeugen besch\u00e4ftigt, die sich ihnen noch stellten. Als sie sich eine Weile mit ihnen herumgeschossen hatten, l\u00f6ste sich der Kampf, und die Deutschen flogen, da sie den F\u00fchrer nicht mehr fanden, allein ihrem Flughafen zu.\r\n\r\nHier trafen sie ohne Richthofen ein. Schon besorgt um sein Schicksal, doch immer noch in der Hoffnung, der Vielerfahrene werde ihnen nachfolgen. Doch sie warteten vergeblich. 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Es ist m\u00f6glich, da\u00df der Motor Richthofens bei der\u00a0 Jagd und Verfolgung des Gegners allzu stark beansprucht worden ist, so da\u00df er aussetzte und den Flieger zur Notlandung zwang und da\u00df ihn dann beim Gleitflug in gerader Richtung ein Maschinengewehrschu\u00df von der Erde her t\u00f6dlich traf der vielleicht aus ganz geringer Entfernung abgegeben war. Es ist auch m\u00f6glich, da\u00df der Rittmeister, bei dem geschilderten Versuch abzudrehen und heimzufliegen, von unten her getroffen wurde. In beiden F\u00e4llen mu\u00df der dem Tode Geweihte mit \u00e4u\u00dferster Energie seinen Apparat so gesteuert haben, da\u00df er doch noch zur glatten Landung kam.\r\n\r\nDies jedenfalls steht fest: Im eigentlichen Luftkampf ist der Meister nicht \u00fcberwunden worden. Weder hinter ihm noch \u00fcber ihm war in der entscheidenden Zeitspanne ein feindliches Flugzeug zu sehen. Die letzten Siegestaten Der Engl\u00e4nder, den Richthofen unmittelbar vor seinem Tode abscho\u00df, war der einundachtzigste Gegner, den er besiegte. Das will bedeuten, der einundachtzigste, der nach den bei uns geltenden strengen Regeln gez\u00e4hlt wurde. Die Offiziere seines Geschwaders sind der Ansicht, da\u00df die Zahl erheblich wachsen w\u00fcrde, k\u00f6nnte man auch die gewi\u00df nicht kleine Reihe derer hinzurechnen, die, von Richthofen vernichtend geschlagen, zu weit hinter der feindlichen Linie zusammenbrachen, als da\u00df man ihren Fall bei uns h\u00e4tte einwandfrei feststellen k\u00f6nnen. Ferner erz\u00e4hlten sie, da\u00df Richthofen, wenn zugleich mit ihm andere auf ein feindliches Flugzeug geschossen hatten, das abst\u00fcrzte, pers\u00f6nlich jedesmal zugunsten des Mitbewerbers zur\u00fcckgetreten sei, eine Gepflogenheit, die sie als einen sch\u00f6nen Beweis einer selbstlosen und hochherzigen Kameradschaftlichkeit r\u00fchmten. Den neunundsiebzigsten\r\nund achtzigsten Gegner hatte Richthofen am Abend vorher, am 20. April um sieben Uhr zwischen Warfus\u00e9e-Abancourt und Villers-Bretonneux abgeschossen, beide im selben Luftkampf unmittelbar hintereinander, innerhalb von zwei Minuten. Er hatte schon vorher angek\u00fcndigt, er hoffe durch einen solchen Doppelsieg zu Nummer achtzig zu gelangen und freute sich au\u00dferordentlich, da\u00df ihm das in der Tat gegl\u00fcckt war. Beim R\u00fcckweg nach diesem Doppelsieg am 20. hatte er dann noch, niedrig fliegend, auf der Stra\u00dfe marschierende Kolonnen begr\u00fc\u00dft. Das rote Flugzeug war allen K\u00e4mpfern auf der Erde um so besser bekannt, als gerade Richthofen sich besonders eifrig bem\u00fchte, die feindlichen Flieger anzugreifen, die unsere Truppen bedr\u00e4ngten, und darum bei unseren Infanteristen allgemeine Verehrung geno\u00df.\r\n\r\nHeute, am 24. April, wollte Rittmeister von Richthofen auf Erlaub fahren. Er wollte zusammen mit Leutnant W. nach Freiburg fliegen, von dort auf einige Tage in den Schwarzwald zur Auerhahnbalz und dann einen dienstlichen Auftrag in der Heimat erledigen. Die beiden Flieger hatten\r\nsich schon den Weg ausgearbeitet, den sie nehmen wollten. Bei schlechtem Wetter sollte die Reise auf der Eisenbahn vor sich gehen. Die Fahrscheine dazu lagen f\u00fcr alle F\u00e4lle schon bereit. Nun mu\u00dfte einer der Kameraden Richthofens nach Kortryk fliegen, um dem Vater des\u00a0 Gefallenen die traurige Nachricht zu bringen. Die Freunde, Untergebenen und Sch\u00fcler hatten den Helden f\u00fcr gefeit gehalten; sie glaubten fest, es k\u00f6nne ihm kein Unheil begegnen. Wir anderen haben wohl eher daran gedacht, da\u00df der Unerm\u00fcdliche doch einmal auf dem Schlachtfelde fallen k\u00f6nnte. Die Liebe und Verehrung, die ihn trug, gilt nun der stolzen Erinnerung an einen K\u00e4mpfer, der fiel, nachdem er f\u00fcr sein Vaterland Un\u00fcbertreffliches geleistet, dessen Name fast schon vom Schimmer des M\u00e4rchens umgeben war und der, wie die Lieblingshelden der alten Sage, in bl\u00fchender Jugend vom neidischen Geschickt zu den Schatten hinabgesto\u00dfen wurde.\""},"event-type-id":{"type":"numeric","raw":"9"},"source-id":{"type":"numeric","raw":"55"},"source-long-in-event":{"type":"textfield","raw":"Ein Heldenleben, Ullstein & Co, 1920"},"pagenumber":{"type":"textfield","raw":"259"},"airplane-id":{"type":"textfield","raw":"0"},"combat-id":{"type":"textfield","raw":"0"},"event-type":{"type":"select","raw":"9"},"source-language":{"type":"select","raw":"2"},"picture":{"type":"image","raw":[""],"repeatable":[{"raw":""}]}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dev.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event\/12406","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dev.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event"}],"about":[{"href":"https:\/\/dev.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/event"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dev.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12406"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dev.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12406"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dev.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event-type?post=12406"},{"taxonomy":"source-language","embeddable":true,"href":"https:\/\/dev.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/source-language?post=12406"},{"taxonomy":"source-id-tax","embeddable":true,"href":"https:\/\/dev.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/source-id-tax?post=12406"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}