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1 Februar

(UTC+1)

Ereignisse an diesem Tag im Leben von Manfred von Richthofen

Zum Sieg 19

The dramatic true story of the Red Baron, Wiliam E Burrows, 1972, Mayflower Books?p. 121?

1 Februar 1917
1 km SW of Thelus
Thelus

„Zwanzig Minuten nachdem der Pilot und sein Beobachter, beide tödlich verwundet, aus ihrem Flugzeug gezogen worden waren, sprengte eine kanadische Artillerie-Batterie es in Stücke, um es den Deutschen vorzuenthalten. Die Besatzung starb am nächsten Tag.“

Sieg 19

Under the guns of the Red Baron, Norman Franks, Hal Giblin and Nigel McCrery?p. 59?

1 Februar 1917
1 km SW of Thelus
Thelus

„Gefechtsbericht: 1600 Uhr. BE-Doppelsitzer Nr. 6742. Über Schützengräben, einen Kilometer südwestlich von Thelus. Insassen: Leutnant Murray – Leutnant McBar, beide verwundet und am 2. Februar gestorben.

Gegen 1600 Uhr entdeckte ich, zusammen mit Leutnant Allmenröder fliegend, in 1.800 m Höhe einen Artillerieflieger. Es gelang mir, mich ihm mit meiner Halberstädter Maschine scheinbar unbemerkt bis auf 50 Meter zu nähern. Aus dieser Entfernung, die nur bis zur Länge eines Flugzeugs reichte, gab ich 150 Schüsse ab. Das feindliche Flugzeug stürzte daraufhin in großen, unkontrollierten Rechtskurven ab, verfolgt von Allmenröder und mir. Das Flugzeug stürzte in den Stacheldraht unserer Frontlinien. Die Insassen waren beide verwundet und wurden von der Infanterie gefangen genommen. Es ist unmöglich, das Flugzeug zu bergen. Wetter: morgens bewölkt, aber für den Rest des Tages schön.

Englische und französische Fliegerei

Der rote Kampfflieger von Rittmeister Manfred Freiherrn von Richthofen, 1917, 351.000 - 400.000, Verlag Ullstein & Co, Berlin-Wien?p. 110?

1 Februar 1917
February 1917
La Brayelle, near Douai
La Brayelle

„Englische und französische Fliegerei (Februar 1917) Zurzeit bin ich bemüht, der Jagdstaffel Boelcke Konkurrenz zu machen. Abends legen wir uns gegenseitig die Strecke vor. Aber es sind verteufelte Kerls da drüben. Zu schlagen sind sie nie. Höchstens, daß man der Staffel gleichkommt. Hundert haben sie ja schon Vorsprung. Diesen Vorsprung muß ich ihnen lassen. Es hängt ja viel davon ab, welchem Gegner man gegenüber liegt, ob man die laurigen Franzosen oder die schneidigen Kerls, die Engländer, gegenüber hat. Mir ist der Engländer lieber. Der Franzose kneift, der Engländer selten. Oft kann man sogar hier von Dummheit sprechen; sie bezeichnen dies dann wohl als Draufgängertum. Es ist das Schöne beim Jagdflieger, daß es auf keinerlei Kunststücke bei ihm ankommt, sondern lediglich persönlicher Schneid das Ausschlaggebende bleibt. Es kann einer ein ganz herrlicher Sturz- und Loopingflieger sein. Er braucht deshalb noch lange keinen abzuschießen. Meiner Ansicht nach macht das Draufgehen alles, und das liegt uns Deutschen ja. Deshalb werden wir stets die Oberherrschaft in der Luft behalten. Dem Franzosen liegt es, aus dem Hinterhalt zu überfallen und einem anderen aufzulauern. [111]Das läßt sich in der Luft schlecht machen. Überrumpeln läßt sich nur ein Anfänger. Auflauern geht nicht, da man sich ja nicht verstecken kann, auch ist das unsichtbare Flugzeug noch nicht erfunden. Ab und zu braust wohl mal das gallische Blut in ihm auf. Dann setzt er zum Angriff an; aber es ist wohl mit einer Brauselimonade zu vergleichen. Für einen Augenblick furchtbar viel Mut, der ebenso schnell vollständig schwindet. Das zähe Durchhalten fehlt ihm. Dem Engländer dagegen merkt man eben doch ab und zu noch etwas von seinem Germanenblut an. Auch liegt dem Sportsmann das Fliegen sehr, aber sie verlieren sich zu sehr in dem Sportlichen. Sie haben genug Vergnügen daran, Loopings, Sturzflüge, Auf-dem-Rücken-fliegen und ähnliche Scherze unseren Leuten im Schützengraben vorzumachen. Dies macht wohl bei der Johannisthaler Sportswoche Eindruck, aber der Schützengraben ist nicht so dankbar wie dieses Publikum. Er verlangt mehr. Es soll immer englisches Pilotenblut regnen.“

Zeugnis von Carl August von Schoenebeck

Marke 2 Wereldoorlog 1?p. ?

1 Februar 1918
In February
Avesnes-le-Sec

Zeugnis von Carl August von Schoenebeck: Im Februar 1918 verließ ich von Richthofen und war ein 20-jähriger, der für seinen eigenen Jagdstaffel verantwortlich war. Als ich bereits ein unabhängiges Kommando übernahm, schuldete ich es ausschließlich meinem ehemaligen Lehrer Manfred von Richthofen. Bei dem Abschied gab er mir einige sehr ernsthafte Ratschläge. „Der Anführer“, sagte er, „ist der Grund für den Erfolg jedes Jagdstaffel zu Ihrer Verfügung.

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